
Knapp 200 interessierte Gemeindebürger konnte Bürgermeister Johann Grau in den ersten vier von acht Bürgerversammlungen im Jahr 2025 begrüßen.
Wie gewohnt berichtete Grau über die Arbeit der vergangenen Jahre und gab einen Ausblick auf bevorstehende Maßnahmen.
Zu Beginn der Versammlungen stellte Grau in einer kurzen Übersicht die aktuellen Themen und Zahlen vor. Seit den letzten Bürgerversammlungen im Februar 2024 konnten mit der Fertigstellung des Kinderhauses und des neuen Feuerwehrgerätehauses in Laberweinting zwei Großprojekte abgeschlossen werden. Die hierfür erforderliche Kreditaufnahme in Höhe von 2 Millionen Euro, deren Tilgung seit dem Jahresbeginn 2025 läuft, macht sich natürlich im finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde bemerkbar. Nichtsdestotrotz werden auch heuer Maßnahmen im investiven Bereich umgesetzt, wie zum Beispiel die Errichtung der Fluchttreppen in der Grundschule, die Erschließung des Baugebiets Bodenacker in Grafentraubach oder die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes in Haader.
In der Versammlung für Eitting wurde der sogenannte Kirchweg in Richtung Laberweinting angesprochen, der sich in einem mittlerweile wieder schlechteren Zustand befindet. Zudem wiesen die Bürger auf Risse auf der Asphaltdecke der Hauptstraße hin, wobei es sich hier um eine Kreisstraße handelt, für die der Landkreis auch zuständig ist.
Wie der Stand der Planungen für die Windenergieanlagen ist wurde in der Versammlung für die Orte Haader, Franken und Neuhofen angefragt. Bürgermeister Grau informierte, dass es sich bei den Planungen innerhalb des Gemeindegebietes und zwei verschiedene Vorhaben handelt. Das eine Vorhaben mit sechs Anlagen, das bereits von Anfang an Hand in Hand mit der Gemeinde durchgeführt wird, soll demnächst in die nächste Planungsphase übergehen, damit zeitnah Baurecht erwirkt wird. Das andere Vorhaben, das mehrere Anlagen östlich von Neuhofen und Franken vorsieht, betrifft die Gemeinde mit zwei Anlagen. Hier ist jedoch keine Kooperation mit der Gemeinde erfolgt und der konkrete Planungsstand insofern auch im Moment nicht bekannt. Die Gemeinde hat für dieses beiden Anlagen auch das Einvernehmen verweigert, ob dies rechtlich jedoch hält ist fraglich.
In Grafentraubach wurde darauf hingewiesen, dass die Autofahrer von Laberweinting her kommend mit hoher Geschwindigkeit in das Dorf einfahren. Ob hier nicht eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 möglich wäre wurde gefragt. Grau informierte, dass hierzu bereits die zuständige Verkehrsschau vor zwei Jahren entschied, dass keine Geschwindigkeitsbegrenzung zulässig ist. Auch wurde angesprochen, dass sich an der Stelle, an der die beiden Radwege zusammenlaufen, die Radfahrer häufig nicht die vorfahrtsberechtigte Straße aus dem bestehenden Wohngebiet Bodenacker beachten, weshalb es zu gefährlichen Situationen kommt. Bürgermeister Grau sicherte hier eine Überprüfung und weitere Maßnahmen zu.
Wie der Stand des neuen Wertstoffhofes sei, wollten unter anderem die Bürger in Hofkirchen wissen. Grau geht davon aus, dass dieser am geplanten Standort in Laberweinting in Nähe des Gewerbegebiets Untere Au umgesetzt werden kann. Die in mehreren Bürgerversammlungen angesprochene fehlende Grüngutabladestelle soll ebenfalls am neuen Wertstoffhof entstehen. Zudem wurde ebenso wie in Grafentraubach die sehr hohe Geschwindigkeit bei Passieren des Ortsschildes von Neuhofen her angesprochen. Aber auch hier befand die Verkehrsschau vor zwei Jahren, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht zulässig ist.