
In seiner jüngsten Sitzung behandelte der Gemeinderat zahlreiche Themen, insbesondere die Fortschreibung des Regionalplans zur Windkraft beschäftigte das Gremium. Zwar konnte mit dem Wegfall zweier Gebiete ein Fortschritt erzielt werden, nichtsdestotrotz werden die Ortsteile Franken und Neuhofen nach wie vor stark beeinträchtigt durch die Planungen. Zudem sind im südlichen Bereich, der schon zu Mengkofen gehört, auch mehrere Windkraftanlagen geplant, die aufgrund anderer Zuständigkeit in dem Regionalplan Donau-Wald nicht dargestellt werden. In der Gesamtschau hielt der Gemeinderat an seiner bisherigen Stellungnahme fest und fordert den Regionalen Planungsverband auf, insbesondere die Themen Schallschutz und Überlastungswirkung in der Gesamtschau unter Einbeziehung aller geplanten Anlagen zu betrachten. Anknüpfend an die vergangene Gemeinderatssitzung, in der die Firma mikar Carsharing ihr Konzept vorstellte, beschloss der Rat das weitere Vorgehen. Nachfragen bei Kommunen, die das Carsharing bereits nutzen, zeigten, dass die Umsetzung gut funktioniert und das Angebot auch von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird. Der Gemeinderat beauftragte sodann die Verwaltung, mit der Firma mikar in die Verhandlungen einzusteigen, um alles weitere zu klären, damit in der Gemeinde demnächst auch ein Carsharing-Fahrzeug zur Verfügung steht. Im weiteren Verlauf wurde die vergangene Bauausschusssitzung thematisiert, da dieser Ausschuss nur vorberatend tätig ist. Der Gemeinderat übernahm jedoch alle Empfehlungen des Ausschusses. Themen waren unter anderem ein beantragter Grunderwerb in der „Bahnsiedlung“ in Laberweinting, der jedoch abgelehnt wurde, die Frage ob auf Höhe des Autohauses in Laberweinting beim neuen Radweg eine weitere Leuchtstelle erforderlich ist, wobei hier erst die weitere Entwicklung abgewartet werden soll und die Anbringung eines Verkehrsspiegels in Grafentraubach, was jedoch von der Verkehrsschau des Landratsamtes geprüft werden muss. Der Antrag auf Bau eines großen Mehrparteienhauses am Ortseingang Allkofen von Laberweinting her kommend wurde aufgrund der Wandhöhe abgelehnt. Die Außenfassade der Grundschule weist teilweise schon größere Schadstellen auf, welche im kommenden Jahr ausgebessert werden sollen.
Bei den Informationen im öffentlichen Teil wurde über eine laufende Onlinepetition für einen Gehweg zwischen dem neuen Feuerwehrhaus in Richtung Habelsbach informiert. Bürgermeister Grau bedauerte, dass die Initiatoren leider nicht erst das Gespräch im Rathaus suchten, da sie so erfahren hätten, dass der Gehweg vom neuen Feuerwehrhaus bis zum Bahndamm in Kürze ohnehin im Rahmen der Neugestaltung der Festwiese errichtet wird. Vielleicht entspricht es ja auch dem Zeitgeist, aber ein persönliches Gespräch hätte hier schon aus Sicht der Gemeinde viel klären können. Direkt anschließend und passend im nichtöffentlichen Teil beschloss der Gemeinderat die Arbeiten für die Neugestaltung der Festwiese an die Firma Rist aus Straubing zum Angebotspreis von rund 298.000 Euro zu vergeben. Die Kläranlage in Allkofen wird umfassend saniert und ein Stauraumkanal für Starkregenereignisse muss gebaut werden. Hier erging der Auftrag für die Bautechnik an die Firma Fahrner aus Mallersdorf zum Angebotspreis von rund 725.000 Euro, die Maschinen- und Elektrotechnik wird von der Firma ScharrTec aus Hunderdorf zum Angebotspreis von rund 740.000 Euro geliefert. Für die Sanierung der Kläranlage werden keine einmaligen Verbesserungsbeiträge erhoben, die Kosten werden voll auf die laufende Abwassergebühr umgelegt. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme mit rund 820.000 Euro.
Für den bevorstehenden Neubau des Feuerwehrhauses in Allkofen vergab der Rat den Auftrag für die Gewerke Heizung und Sanitär an die Firma Trost aus Osterham zum Preis von rund 55.000 Euro, die Fenster und Außentüren werden von der Firma Jann aus Allkofen zum Preis von rund 32.000 Euro geliefert. Die Ausschreibung für die Vergabe der Reinigungsleistungen der kommunalen Liegenschaften konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Künftig wird die Firma Krätschmer aus Neutraubling diese Dienstleistung zum jährlichen Preis von rund 126.000 Euro übernehmen, was zu einer merklichen Einsparung gegenüber dem aktuellen Dienstleister führt. Der Auftrag für die turnusmäßig anstehende Brückenprüfung geht an das Ingenieurbüro Michael Roider aus Laberweinting zum Angebotspreis von rund 17.000 Euro. Zudem beschloss der Gemeinderat, sich an dem Defizit des Waldkindergarten Harts sich mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro zu beteiligen, damit die finanzielle Leistungsfähigkeit des privaten Trägervereins unterstützt werden kann. Der Antrag eines Grabnutzungsberechtigten auf Verkürzung der Grabstelle im Laberweintinger Friedhof von 2 Meter auf 0,7 Meter wurde vom Gemeinderat abgelehnt, da so kein geordnetes und einheitliches Erscheinungsbild mehr gewährleistet ist und dem Bauhof die Pflege des Friedhofs erschwert würde. Zum Abschluss informierte Bürgermeister Grau, dass die Firma Leonet am Donnerstag, den 23.07.2026 um 18:30 Uhr einen Infoabend zum bereits laufenden Breitbandausbau in der Turnhalle der Grundschule veranstaltet. Alle Interessierten Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.




